Was ist hMG (Menotropin)?
hMG ist ein aus Urin gewonnenes Gemisch der Hypophysenhormone FSH und LH (bzw. LH-Aktivität). Es stimuliert bei Frauen das Follikelwachstum und bei Männern mit hypogonadotropem Hypogonadismus die Spermienbildung. Im Umfeld von Steroidgebrauch wird es vereinzelt diskutiert, um die unterdrückte Hodenfunktion bzw. Fruchtbarkeit wiederherzustellen – ohne ärztliche Begleitung ist das ein Fehlgebrauch.
Wie gut ist hMG (Menotropin) untersucht?
Zulassungsstudien und lange klinische Erfahrung in der Reproduktionsmedizin (IVF/ICSI, Ovulationsinduktion) sowie beim männlichen hypogonadotropen Hypogonadismus. Keine belastbaren Daten für den Einsatz nach Steroidmissbrauch außerhalb ärztlicher Kinderwunschbehandlung.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat hMG (Menotropin)?
Bei Frauen ovarielles Überstimulationssyndrom (kann sich binnen Stunden bis Tagen schwer entwickeln), Mehrlingsschwangerschaften und erhöhtes Thromboserisiko. Dazu Reaktionen an der Einstichstelle und Kopfschmerzen. Die Therapie erfordert engmaschige ärztliche Kontrollen.
Ist hMG (Menotropin) in Deutschland zugelassen?
Kurz: ja. In der EU/Deutschland zugelassen; rezept- und apothekenpflichtig. WADA: enthält LH-Aktivität – LH und seine Releasing-Faktoren stehen unter S2 und sind für männliche Athleten jederzeit verboten (Einzelfall im Zweifel mit der NADA klären). Schwarzmarktware ist ein erhebliches Qualitäts- und Infektionsrisiko.
Quellen
- Fachinformation Menopur 75/75 I.E. (BASG)
- Doping agent classes and substances 2026 (SUEK, basierend auf WADA-Liste)
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.