Was ist Gonadorelin?
Gonadorelin ist die synthetische Form des körpereigenen Hypothalamus-Hormons GnRH, das die Hypophyse zur Ausschüttung von LH und FSH anregt. Medizinisch wurde es zur Prüfung der Hypophysenfunktion (GnRH-Test) und – pulsatil per Pumpe – bei hypothalamisch bedingtem Hormonmangel und Unfruchtbarkeit eingesetzt. In Steroid- und „Peptid“-Foren wird es als Alternative zu hCG beworben, um die Hodenfunktion anzuregen.
Wie gut ist Gonadorelin untersucht?
Als Diagnostikum und in der pulsatilen Therapie seit Jahrzehnten klinisch etabliert. Für den Einsatz im Bodybuilding-Kontext gibt es keine kontrollierten Studien; die Wirkung hängt stark von der Art der Gabe ab (pulsatil vs. dauerhaft – Dauerstimulation kann die Achse sogar dämpfen).
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Gonadorelin?
Mögliche Nebenwirkungen sind Reaktionen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Übelkeit und Überempfindlichkeitsreaktionen. Unkontrollierte Anwendung kann die Hormonachse eher stören als stabilisieren. Als „Research Peptide“ gehandelte Ware ist nicht pharmazeutisch geprüft (Reinheit, Gehalt, Sterilität unklar).
Ist Gonadorelin in Deutschland zugelassen?
Kurz: nein – nur außerhalb der EU. Humanarzneimittel mit Gonadorelin sind v. a. außerhalb der EU gelistet (u. a. Kanada); die aktuelle Verfügbarkeit in Deutschland ist eingeschränkt/unklar, in der EU wird der Wirkstoff vor allem als Tierarzneimittel verwendet. Wo als Arzneimittel verfügbar, verschreibungspflichtig. WADA: S2 (Releasing-Faktoren von LH) – für männliche Athleten jederzeit verboten.
Quellen
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.