Peptid-Klartext EN Community
Hormone, PCT & Fruchtbarkeit

Clomifen: Wirkung, Studienlage und Risiken

Auch bekannt als Clomifencitrat, Clomiphen, Clomid.

StatusZugelassen (EU)
EvidenzGroße RCTs
WirkstoffklasseSelektiver Östrogenrezeptor-Modulator (SERM) · Tabletten
Im Tracker als Vial anlegen

Dosierungen nennen wir nur für zugelassene Medikamente laut Fachinformation – im Rechner.

Im Tracker als Vial anlegen

Dosierungen nennen wir nur für zugelassene Medikamente laut Fachinformation – im Rechner.

Was ist Clomifen?

Clomifen blockiert Östrogenrezeptoren im Hypothalamus, wodurch das Gehirn einen Östrogenmangel „sieht“ und mehr GnRH, LH und FSH ausschüttet. Zugelassen ist es zur Auslösung des Eisprungs bei Frauen mit Kinderwunsch; beim Mann wird es nur off-label eingesetzt. In der Bodybuilding-Szene ist es einer der bekanntesten Wirkstoffe der „PCT“, um nach Steroidgebrauch die eigene Testosteronproduktion wieder anzuregen.

Wie gut ist Clomifen untersucht?

Bei Frauen seit Jahrzehnten zugelassen und gut untersucht. Beim Mann gibt es kleinere Studien zu Hormonwerten und Fruchtbarkeit, aber keine Zulassung. Die „PCT“-Anwendung beruht überwiegend auf Beobachtungsdaten und Szene-Erfahrung, nicht auf kontrollierten Studien.

Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Clomifen?

Sehstörungen (Verschwommensehen, Lichtblitze, Doppelbilder) sind ein Warnsignal und erfordern sofortigen Abbruch und ärztliche Abklärung. Bei Frauen Überstimulation der Eierstöcke, Mehrlingsschwangerschaften und bei Langzeitanwendung möglicherweise erhöhtes Eierstockkrebsrisiko. Außerdem Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und Kopfschmerzen; bei SERMs allgemein ist ein Thromboserisiko zu beachten.

Ist Clomifen in Deutschland zugelassen?

Kurz: ja. In Deutschland zugelassen (Indikation: Frauen mit Kinderwunsch) und verschreibungspflichtig. WADA: S4.2 (anti-östrogene Substanzen) – jederzeit verboten. Wird illegal auch als „Nahrungsergänzung“ oder „Research Chemical“ angeboten – Inhalt und Reinheit sind dann nicht gesichert.

Quellen

Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.