Woher kommt der Haarausfall?
Starker Gewichtsverlust, wenig Kalorien und wenig Protein sind Stress für den Körper. Viele Haare wechseln dann gleichzeitig in die Ruhephase und fallen 2–4 Monate später aus. Das nennt sich telogenes Effluvium und ist auch nach Operationen, Infekten oder Crash-Diäten bekannt.
Was hilft?
- Genug Protein: Haare bestehen aus Protein – ein Defizit zeigt sich hier früh
- Blutwerte prüfen lassen: Ferritin (Eisenspeicher), Zink, Vitamin D, Schilddrüse
- Nicht zu schnell abnehmen: Extreme Defizite vermeiden
- Geduld: Nachwachsende Haare brauchen meist 6–12 Monate
Vorsicht mit hoch dosiertem Biotin: Es hilft ohne Mangel kaum und kann Laborwerte verfälschen, z. B. Schilddrüsen- oder Herzwerte. Vor Blutabnahmen die Einnahme erwähnen.
Wann du ärztlichen Rat brauchst
- Kreisrunde kahle Stellen, Juckreiz oder Entzündungen der Kopfhaut
- Haarausfall, der nach 6 Monaten nicht nachlässt
- Zusätzlich starke Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit oder Herzrasen (Schilddrüse, Eisenmangel)
Im Notfall: 112.
Häufige Fragen
Ist Haarausfall durch Mounjaro dauerhaft?
In aller Regel nicht. Die Haare wachsen meist innerhalb von 6–12 Monaten nach, wenn sich Gewicht und Ernährung stabilisieren.
Welche Blutwerte sollte ich bei Haarausfall prüfen lassen?
Häufig sinnvoll: Ferritin, Zink, Vitamin D und die Schilddrüsenwerte. Das entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt.
Hilft Biotin gegen Haarausfall?
Nur bei einem echten Mangel, der selten ist. Hoch dosiert kann Biotin Laborwerte verfälschen.
Quellen
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Er gibt keine Dosierungsempfehlungen. Stand: September 2026.