Was ist VIP (vasoaktives intestinales Peptid)?
VIP ist ein körpereigenes Neuropeptid, das in Nervensystem, Darm, Lunge und Gefäßen vorkommt und u. a. Blutgefäße erweitert und Entzündungen dämpft. Aviptadil ist die synthetische Form für den medizinischen Einsatz.
Wie gut ist VIP (vasoaktives intestinales Peptid) untersucht?
Als Kombination mit Phentolamin zur Injektion in den Schwellkörper wurde Aviptadil bei Erektionsstörungen in kontrollierten Studien geprüft (u. a. Vergleich mit Alprostadil, 187 Patienten). Studien zu COVID-19 und anderen Lungenerkrankungen erbrachten keinen gesicherten Nutzen; für Nasensprays „gegen Schimmel-/Entzündungssyndrome“ fehlen belastbare Daten.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat VIP (vasoaktives intestinales Peptid)?
Häufig ist Gesichtsrötung (Flush); gefäßerweiternde Effekte können Blutdruckabfall und Herzrasen auslösen – relevant bei Blutdruckmedikamenten. Bei Schwellkörperinjektion sind Blutergüsse und Blutungen möglich. Graumarktware ist ungeprüft.
Ist VIP (vasoaktives intestinales Peptid) in Deutschland zugelassen?
Kurz: nein – nur außerhalb der EU. Aviptadil ist nur als Kombination mit Phentolamin bei Erektionsstörungen in einigen europäischen Ländern zugelassen (u. a. Großbritannien, Skandinavien); in Deutschland ist nach verfügbaren Informationen kein VIP-Präparat im Handel. Verschreibungspflichtig; im Sport fallen nicht zugelassene Anwendungen unter WADA S0.
Quellen
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.