Was ist Ostarin (Enobosarm)?
Ostarin ist ein SARM: Es soll den Androgenrezeptor vor allem in Muskel und Knochen aktivieren und Organe wie die Prostata weniger stark beeinflussen. Die Selektivität ist aber nur relativ – hormonelle Nebenwirkungen bleiben.
Wie gut ist Ostarin (Enobosarm) untersucht?
Von allen SARMs am besten untersucht: laut Hersteller 27 klinische Studien mit rund 1.600 Teilnehmenden, u. a. zu Muskelschwund bei Krebs, eine Zulassung gab es bisher nicht. In einer Phase-2b-Studie (QUALITY, 168 Personen über 60 unter Semaglutid) verringerte Enobosarm den Verlust an Magermasse; Phase-3-Studien sind geplant.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Ostarin (Enobosarm)?
Unterdrückung der körpereigenen Testosteronproduktion, Senkung des HDL-Cholesterins; die FDA warnt vor erhöhtem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Es gibt Fallberichte über arzneimittelbedingte Leberschäden durch SARMs. Schwarzmarktprodukte enthalten oft andere oder zusätzliche Wirkstoffe.
Ist Ostarin (Enobosarm) in Deutschland zugelassen?
Kurz: nein – noch in Studien. Weder in der EU noch in den USA zugelassen, nur Prüfpräparat. WADA: S1.2 (andere anabole Stoffe), namentlich gelistet, jederzeit verboten. In Deutschland fallen anabole Stoffe unter das Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG): Herstellen, Handeltreiben und Inverkehrbringen sind strafbar, ebenso Erwerb und Besitz nicht geringer Mengen zum Doping; für Leistungssportler ist Selbstdoping strafbar. Der Verkauf als „Research Chemical“ zum menschlichen Gebrauch ist nicht legal.
Quellen
- Veru: Topline-Daten der Phase-2b-Studie QUALITY (27.01.2025)
- USADA: Selective Androgen Receptor Modulators (SARMs)
- WADA Prohibited List 2025 (International Standard)
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.