Was ist Ligandrol (LGD-4033)?
Ligandrol ist ein SARM, der den Androgenrezeptor bevorzugt in Muskel und Knochen aktivieren soll. Es wurde für Muskelschwund entwickelt, kam aber nie auf den Markt.
Wie gut ist Ligandrol (LGD-4033) untersucht?
Humandaten stammen aus einer kleinen Phase-1-Studie an gesunden jungen Männern (Basaria et al., 2013) mit Zunahme der Magermasse über wenige Wochen sowie aus frühen Studien zu Hüftfrakturen. Große Wirksamkeits- oder Langzeitsicherheitsstudien fehlen.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Ligandrol (LGD-4033)?
Schon in der kleinen Studie sanken Testosteron und HDL-Cholesterin. Es gibt Fallberichte über teils schwere cholestatische Leberschäden nach Einnahme von Produkten mit LGD-4033 (oft zusammen mit RAD-140). Die FDA warnt bei SARMs vor Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko; Wirkungen auf Fruchtbarkeit sind langfristig nicht untersucht.
Ist Ligandrol (LGD-4033) in Deutschland zugelassen?
Kurz: nein. Nirgends zugelassen. WADA: S1.2, namentlich gelistet, jederzeit verboten. In Deutschland fallen anabole Stoffe unter das Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG): Herstellen, Handeltreiben und Inverkehrbringen sind strafbar, ebenso Erwerb und Besitz nicht geringer Mengen zum Doping; für Leistungssportler ist Selbstdoping strafbar. Analysen von Schwarzmarktware zeigen häufig falsche Mengen oder andere Wirkstoffe.
Quellen
- USADA: Selective Androgen Receptor Modulators (SARMs)
- Leung et al.: RAD-140 Drug-Induced Liver Injury, Ochsner Journal 2022
- WADA Prohibited List 2025 (International Standard)
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.