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Medikamente & Begleitmedikation

Ivermectin: Wirkung, Studienlage und Risiken

Auch bekannt als Driponin, Stromectol, Soolantra (Creme), Scabioral.

StatusZugelassen (EU)
EvidenzGroße RCTs
WirkstoffklasseAntiparasitikum (Makrozyklisches Lakton) · Tablette/Creme

Was ist Ivermectin?

Mittel gegen Parasiten, das deren Nerven- und Muskelzellen lähmt. In Tablettenform zugelassen gegen Wurminfektionen (z. B. Strongyloidiasis) und – in DE seit 2016 – gegen Krätze (Skabies); als Creme bei Rosazea.

Wie gut ist Ivermectin untersucht?

Für die zugelassenen Parasiten-Indikationen gut belegt und weltweit breit eingesetzt. Für COVID-19 zeigen die verfügbaren Studien keinen ausreichenden Nutzen; die EMA rät von der Anwendung außerhalb klinischer Studien ab. Behauptete Wirkungen gegen Krebs oder zur „Entgiftung“ sind beim Menschen nicht belegt.

Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Ivermectin?

Kopf- und Muskelschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Durchfall, Hautausschlag. Bei Überdosierung neurotoxisch: Verwirrtheit, Benommenheit, Krampfanfälle, Koma, Blutdruckabfall, Todesfälle. Tierarzneimittel sind hochkonzentriert und für Menschen gefährlich. Wechselwirkung mit Warfarin; Alkohol verstärkt Nebenwirkungen. Keine spezifische Wechselwirkung mit GLP-1 bekannt; Übelkeit/Durchfall können sich addieren.

Ist Ivermectin in Deutschland zugelassen?

Kurz: ja. Als Humanarzneimittel in DE/EU nur gegen Parasiten bzw. Rosazea zugelassen, Tabletten verschreibungspflichtig; keine Zulassung für COVID-19, Krebs oder „Longevity“. Nicht auf der WADA-Verbotsliste. Niemals Tierpräparate einnehmen. Einnahme ohne ärztliche Verordnung und Kontrolle – etwa aus „Peptid-Shops“ – ist gefährlich: unklare Qualität, keine Laborkontrollen, keine Anpassung an Blutdruck, Nierenwerte oder andere Medikamente.

Quellen

Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.