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EPO (Erythropoetin): Wirkung, Studienlage und Risiken

Auch bekannt als Epoetin alfa/beta/zeta, Darbepoetin, Biosimilars; Handelsnamen u. a. Erypo, Binocrit, Retacrit.

StatusZugelassen (EU)
EvidenzGroße RCTs
WirkstoffklasseRekombinantes Glykoprotein-Hormon (Erythropoese-stimulierender Wirkstoff) · Injektion
Im Tracker als Vial anlegen

Dosierungen nennen wir nur für zugelassene Medikamente laut Fachinformation – im Rechner.

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Was ist EPO (Erythropoetin)?

EPO ist ein Hormon der Niere, das die Bildung roter Blutkörperchen anregt. Gentechnisch hergestellte Epoetine werden bei Blutarmut eingesetzt; im Sport wird EPO missbraucht, um die Sauerstofftransportkapazität zu erhöhen.

Wie gut ist EPO (Erythropoetin) untersucht?

Sehr gut untersucht und seit Jahrzehnten zugelassen, u. a. bei Blutarmut durch chronisches Nierenversagen, Chemotherapie, vor bestimmten Operationen und bei myelodysplastischen Syndromen. Die Wirksamkeit ist in großen Studien belegt.

Welche Nebenwirkungen und Risiken hat EPO (Erythropoetin)?

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall, Fieber und Kopfschmerzen. Ernst sind Bluthochdruck, Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall durch „eingedicktes“ Blut sowie die seltene, schwere Erythroblastopenie (PRCA) durch Antikörper; bei Sportlern ohne Blutarmut ist das Thromboserisiko besonders hoch. Kontraindiziert u. a. bei unkontrolliertem Bluthochdruck.

Ist EPO (Erythropoetin) in Deutschland zugelassen?

Kurz: ja. In der EU zugelassen (mehrere Präparate und Biosimilars), verschreibungspflichtig; die Anwendung gehört in ärztliche Hand mit Blutbildkontrollen. WADA: S2.1 (Erythropoese-stimulierende Stoffe), jederzeit verboten. Unterliegt dem AntiDopG; Missbrauch ohne ärztliche Überwachung ist lebensgefährlich, Schwarzmarktware oft gefälscht oder falsch gelagert.

Quellen

Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.