Warum sie angefangen hat
Mit 1,72 m und 83 kg ist Alexandra nicht stark übergewichtig. Aber mit den Wechseljahren hat sich etwas verschoben: Fettpölsterchen, die nicht mehr weggehen, Wassereinlagerungen, ein Körpergefühl, das nicht mehr zu ihr passt. Viele Frauen kennen das – und hören dann nur „weniger essen, mehr bewegen“.
Sie hat bewusst eine Woche gewartet und beobachtet, wie ich die Spritze vertrage. Danach hat sie selbst mit Mounjaro begonnen. Ihr Fazit bis heute: Sie bereut den Schritt nicht.
Was die Wechseljahre mit dem Gewicht machen
In den Jahren rund um die Menopause sinkt der Östrogenspiegel. Das hat messbare Folgen: Fett wird eher am Bauch und um die Organe eingelagert statt an Hüfte und Oberschenkeln, die Muskelmasse nimmt ab, und damit sinkt auch der Grundumsatz. Hormonschwankungen können zusätzlich zu Wassereinlagerungen führen. Das erklärt, warum viele Frauen in dieser Phase zunehmen, obwohl sie nichts anders machen.
GLP-1-Mittel wie Tirzepatid ändern nichts an den Hormonen – sie setzen am Appetit und am Stoffwechsel an. In den großen Zulassungsstudien war ein Großteil der Teilnehmenden Frauen, viele davon im typischen Wechseljahresalter.
Was Frauen in dieser Phase beachten sollten
- Verhütung: Laut Fachinformation kann Tirzepatid die Wirkung der Pille abschwächen, vor allem nach Beginn und nach jeder Dosiserhöhung. Wer in der Perimenopause noch schwanger werden kann, sollte das ärztlich besprechen. In Schwangerschaft und Stillzeit ist Mounjaro nicht zugelassen.
- Muskeln schützen: Weil in den Wechseljahren ohnehin Muskelmasse verloren geht, sind Protein und Krafttraining hier doppelt wichtig – mehr dazu im Ratgeber Muskelerhalt.
- Hormone und Abnehmspritze sind zwei Themen: Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen gehören zur Gynäkologin oder zum Gynäkologen – die Spritze behandelt sie nicht.
- Knochen: Nach der Menopause steigt das Osteoporose-Risiko, und schnelles Abnehmen kann die Knochendichte zusätzlich belasten. Kalzium, Vitamin D und Bewegung sind ein Thema für den nächsten Arzttermin.
Wie es weitergeht
Wie ich ist auch Alexandra aus Kostengründen später auf Tirzepatid umgestiegen, das nicht als Arzneimittel zugelassen ist, sondern als Research-Peptid verkauft wird. Das gehört zu unserer ehrlichen Geschichte – ist aber keine Empfehlung: Niemand prüft bei solchen Produkten Inhalt, Reinheit oder Sterilität. Mehr dazu im Bericht von Marcus.
Im nächsten Teil berichten wir über Alexandras Nebenwirkungen, was dagegen geholfen hat und ihre ersten Ergebnisse. Wer das nicht verpassen will: Updates gibt es zuerst in der Community.
Persönlicher Erfahrungsbericht, veröffentlicht mit Alexandras Einverständnis. Keine medizinische Empfehlung. Mounjaro ist verschreibungspflichtig; von der Anwendung nicht zugelassener Mittel raten wir ab.