Was ist Spironolacton?
Blockiert das Hormon Aldosteron; schwemmt Salz und Wasser aus, hält aber Kalium zurück. Verordnet bei Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, Ödemen (z. B. bei Leberzirrhose) und Hyperaldosteronismus; off-label u. a. bei hormoneller Akne/Hirsutismus bei Frauen.
Wie gut ist Spironolacton untersucht?
Seit Jahrzehnten zugelassen; Nutzen bei schwerer Herzinsuffizienz in großen randomisierten Studien belegt.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Spironolacton?
Lebensgefährlich erhöhtes Kalium (Herzrhythmusstörungen) – besonders zusammen mit ACE-Hemmern, Sartanen, NSAR, Kaliumpräparaten oder Trimethoprim; regelmäßige Blutkontrollen nötig. Brustvergrößerung bei Männern (Gynäkomastie), Libido-/Erektionsstörungen, Zyklusstörungen, Schwindel. Bei GLP-1-Therapie: Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen/Durchfall + Entwässerung → Dehydrierung, Nierenverschlechterung, Kaliumanstieg.
Ist Spironolacton in Deutschland zugelassen?
Kurz: ja. In DE/EU zugelassen, verschreibungspflichtig. WADA: Diuretikum (Klasse S5) – jederzeit verboten (Maskierungsmittel); Missbrauch für „Wasser ziehen“ oder als Antiandrogen im Bodybuilding ist gefährlich. Einnahme ohne ärztliche Verordnung und Kontrolle – etwa aus „Peptid-Shops“ – ist gefährlich: unklare Qualität, keine Laborkontrollen, keine Anpassung an Blutdruck, Nierenwerte oder andere Medikamente.
Quellen
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.