Was ist Silymarin (Mariendistel)?
Wirkstoffgemisch aus den Früchten der Mariendistel, traditionell als „Leberschutz“ verwendet. Als Arzneimittel unterstützend bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen Leberschäden angewendet – ersetzt nicht das Meiden von Alkohol oder anderen Lebergiften.
Wie gut ist Silymarin (Mariendistel) untersucht?
Studienlage gemischt: Von US-Gesundheitsbehörden geförderte Studien bei Hepatitis C und Fettleber zeigten keinen Nutzen; Ergebnisse bei alkoholbedingter Lebererkrankung widersprüchlich oder zu begrenzt. Kleine Studien deuten auf eine leichte Blutzuckersenkung bei Typ-2-Diabetes hin.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Silymarin (Mariendistel)?
Meist gut verträglich; Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Blähungen, Durchfall), Hautreaktionen, selten Allergien (Korbblütler). Mögliche Blutzuckersenkung – Vorsicht zusammen mit Antidiabetika und GLP-1-Therapie. Nahrungsergänzungsmittel enthalten teils deutlich andere Silymarinmengen als angegeben.
Ist Silymarin (Mariendistel) in Deutschland zugelassen?
Kurz: ja. In DE als standardisiertes pflanzliches Fertigarzneimittel zugelassen (apothekenpflichtig, nicht verschreibungspflichtig); daneben als Nahrungsergänzungsmittel ohne Zulassung und mit schwankender Qualität erhältlich. Nicht auf der WADA-Verbotsliste. Unklare Leberwerte gehören ärztlich abgeklärt statt „selbst entgiftet“; Mariendistel ersetzt keine Therapie.
Quellen
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.