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Haut, Bräunung & Libido

Melanotan 1 / Afamelanotid: Wirkung, Studienlage und Risiken

Auch bekannt als Afamelanotid, Scenesse, Melanotan I, MT-1, [Nle4,D-Phe7]-α-MSH.

StatusZugelassen (EU)
EvidenzGroße Studien
WirkstoffklasseMelanocortin-1-Rezeptor-Agonist (α-MSH-Analogon) · subkutanes Implantat (Scenesse)
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Dosierungen nennen wir nur für zugelassene Medikamente laut Fachinformation – im Rechner.

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Was ist Melanotan 1 / Afamelanotid?

Afamelanotid ist ein synthetisches Analogon des körpereigenen Hormons α-MSH. Es aktiviert den Melanocortin-1-Rezeptor in Pigmentzellen und steigert die Bildung von dunklem Melanin – die Haut wird dunkler und lichttoleranter.

Wie gut ist Melanotan 1 / Afamelanotid untersucht?

Zugelassen auf Basis von Studien bei erythropoetischer Protoporphyrie (EPP), einer seltenen Lichtüberempfindlichkeit: In einer 6‑monatigen Studie mit 93 Patienten verbrachten Behandelte mehr schmerzfreie Zeit im Sonnenlicht als unter Placebo. Wegen der Seltenheit erfolgte die EU-Zulassung „unter außergewöhnlichen Umständen“ mit begrenzten Daten.

Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Melanotan 1 / Afamelanotid?

Häufig sind Übelkeit, Kopfschmerzen und Reaktionen an der Implantatstelle; Leberfunktionsstörung oder Nierenschwäche sind Gegenanzeigen. Es dunkelt Haut und Muttermale ab, weshalb dermatologische Kontrollen nötig sind. Das nicht zugelassene „Melanotan II“ aus dem Internet ist ein anderer Stoff mit zusätzlichen Risiken (Übelkeit, Spontanerektionen, neue/veränderte Muttermale, Melanom-Fallberichte).

Ist Melanotan 1 / Afamelanotid in Deutschland zugelassen?

Kurz: ja. In der EU seit 22.12.2014 als Scenesse zugelassen – nur zur Vorbeugung von Phototoxizität bei Erwachsenen mit EPP, verschreibungspflichtig und nur über spezialisierte Zentren. Zum „Bräunen“ ist es nicht zugelassen; Melanotan-Injektionen aus dem Internet sind nicht verkehrsfähig, Behörden mehrerer Länder warnen davor. Qualitäts- und Verunreinigungsrisiko bei Graumarkt-Ware hoch.

Quellen

Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.