Was ist Bakteriostatisches Wasser?
Bakteriostatisches Wasser ist steriles Wasser für Injektionszwecke, dem Benzylalkohol als Konservierungsmittel zugesetzt ist. Der Zusatz hemmt das Bakterienwachstum, sodass eine Durchstechflasche mehrfach angestochen werden kann. Es dient zum Auflösen oder Verdünnen von Arzneimitteln für die Injektion.
Wie gut ist Bakteriostatisches Wasser untersucht?
Es handelt sich um einen etablierten pharmazeutischen Hilfsstoff mit Arzneibuch-Qualität, nicht um einen Wirkstoff; Wirksamkeitsstudien im klassischen Sinn gibt es daher nicht. Die Konservierung ersetzt kein steriles Arbeiten.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Bakteriostatisches Wasser?
Nicht für Neugeborene geeignet: Benzylalkohol kann bei ihnen ein lebensbedrohliches „Gasping-Syndrom“ auslösen. Ohne gelösten Stoff intravenös gegeben kann es rote Blutkörperchen zerstören (Hämolyse). Manche Wirkstoffe vertragen Benzylalkohol nicht; maßgeblich ist immer die Angabe des Herstellers des jeweiligen Medikaments. Unsauberes Arbeiten mit Mehrfachflaschen birgt Infektionsrisiken.
Ist Bakteriostatisches Wasser in Deutschland zugelassen?
Kurz: nein – nur außerhalb der EU. In den USA ist Bacteriostatic Water als verschreibungspflichtiges Produkt von der FDA zugelassen. In Deutschland ist es nach unserem Kenntnisstand kein gängiges zugelassenes Fertigarzneimittel; üblich ist hier konservierungsmittelfreies „Wasser für Injektionszwecke“ aus der Apotheke. Importware aus unklaren Quellen kann in Sterilität und Qualität ungeprüft sein.
Quellen
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.