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Kognition & Stress

Modafinil: Wirkung, Studienlage und Risiken

Auch bekannt als Vigil, Provigil, Modasomil (Generika).

StatusZugelassen (EU)
EvidenzGroße RCTs
WirkstoffklasseWachheitsförderndes Mittel (Eugeroikum) · Tabletten (verschreibungspflichtig)
Im Tracker als Vial anlegen

Dosierungen nennen wir nur für zugelassene Medikamente laut Fachinformation – im Rechner.

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Was ist Modafinil?

Modafinil ist ein Arzneistoff, der Wachheit fördert, vermutlich vor allem über eine Hemmung der Dopamin-Wiederaufnahme. Medizinisch wird es bei Narkolepsie eingesetzt; missbräuchlich wird es als „Smart Drug“ zur Leistungssteigerung genutzt.

Wie gut ist Modafinil untersucht?

Die Wirksamkeit gegen übermäßige Tagesschläfrigkeit bei Narkolepsie ist durch Zulassungsstudien belegt. Die EMA kam 2011 zu dem Schluss, dass der Nutzen nur bei Narkolepsie die Risiken überwiegt; für andere Indikationen wurde die Zulassung gestrichen. Für Gesunde sind die kognitiven Effekte klein und uneinheitlich.

Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Modafinil?

Schwere, lebensbedrohliche Hautreaktionen (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom) sind möglich, bei Kindern häufiger. Psychische Nebenwirkungen reichen von Angst und Depression bis zu Psychosen und Suizidgedanken; außerdem Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Modafinil kann die Wirkung hormoneller Verhütungsmittel abschwächen und hat ein gewisses Abhängigkeitspotenzial.

Ist Modafinil in Deutschland zugelassen?

Kurz: ja. In Deutschland zugelassen und verschreibungspflichtig, seit 2011 in der EU nur noch für Narkolepsie; seit 2008 nicht mehr dem BtMG unterstellt. Die WADA verbietet es im Wettkampf als nicht-spezifisches Stimulans (S6.a). Bestellungen ohne Rezept aus dem Ausland verstoßen gegen das Arzneimittelrecht und bergen ein hohes Fälschungsrisiko.

Quellen

Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.