Was ist Metformin?
Das am häufigsten eingesetzte Mittel bei Typ-2-Diabetes. Es senkt vor allem die Zuckerneubildung in der Leber und verbessert die Insulinempfindlichkeit, ohne selbst Unterzuckerungen auszulösen.
Wie gut ist Metformin untersucht?
Große Studien seit Jahrzehnten. Im Diabetes Prevention Program (NEJM 2002) senkte Metformin bei Menschen mit Prädiabetes das Diabetesrisiko um 31 % gegenüber Placebo – weniger stark als eine Lebensstiländerung. Der Gewichtseffekt ist gering, im Mittel wenige Kilogramm.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat Metformin?
Häufig Übelkeit, Durchfall, Blähungen und metallischer Geschmack, vor allem zu Beginn. Langfristig kann ein Vitamin-B12-Mangel entstehen. Selten, aber lebensgefährlich ist eine Laktatazidose, vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion, Alkoholexzessen oder Austrocknung.
Ist Metformin in Deutschland zugelassen?
Kurz: ja. In Deutschland zugelassen und verschreibungspflichtig, zur Behandlung von Typ-2-Diabetes – nicht als Abnehmmittel. Die Einnahme ohne ärztliche Kontrolle der Nierenwerte ist riskant. Nicht auf der WADA-Verbotsliste.
Quellen
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.