Was ist L-Carnitin?
Der Körper bildet Carnitin selbst und nimmt es mit Fleisch auf. Es transportiert Fettsäuren in die Mitochondrien, wo sie verbrannt werden – daraus leitet sich das Werbeversprechen „Fettverbrenner“ ab. Mehr Carnitin bedeutet aber nicht automatisch mehr Fettverbrennung.
Wie gut ist L-Carnitin untersucht?
Meta-Analyse von 37 RCTs (2020): im Mittel nur rund 1 kg mehr Gewichtsverlust als in der Kontrollgruppe, keine Änderung von Taillenumfang und Körperfettanteil. Für Injektionen zum Abnehmen gibt es keine belastbaren Studien.
Welche Nebenwirkungen und Risiken hat L-Carnitin?
Als Nahrungsergänzung meist gut verträglich; möglich sind Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden und fischartiger Körpergeruch. Injektionen außerhalb ärztlicher Kontrolle bergen Infektions- und Qualitätsrisiken; in der Fachinformation werden selten Krampfanfälle genannt.
Ist L-Carnitin in Deutschland zugelassen?
Kurz: ja. Als Arzneimittel (Injektionslösung, verschreibungspflichtig) in Deutschland nur für nachgewiesenen Carnitinmangel zugelassen, z. B. bei Dialysepatienten – nicht zum Abnehmen. Carnitin selbst ist nicht verboten, laut WADA sind aber Infusionen/Injektionen über 100 ml pro 12 Stunden außerhalb der Klinik untersagt.
Quellen
Hinweis: Hier stehen bewusst keine Dosierungen. Bei zugelassenen Mitteln legt die Ärztin oder der Arzt die Dosis fest; für nicht zugelassene Stoffe gibt es keine gesicherten Angaben.